Zündhölzer – Streichhölzer

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Feuer in der Hosentasche

Sogenannte Sicherheitszündhölzer, so wie wir sie heute kennen, können sich nicht von selbst entzünden. Früher passierte das schon manchmal ungewollt in der Hosentasche. Das hing damit zusammen, dass das Zündholz einst alle Zutaten für Feuer und Flamme in seinem Kopf enthielt. Den konnte man irgendwo reiben, wo es nur halbwegs rau war, und schon stand das Holzstäbchen in Flammen – leider auch schon bei Druck und Reibung zwischen den einzelnen Zündhölzern in der Schachtel.

Heute sind einige Zündzutaten in der Reibefläche untergebracht, die anderen im Kopf. Man muss also schon beides mit Kraft zusammenbringen, damit es funkt. Zunächst zum Kopf: Er enthält Schwefel oder Antimontrisulfid – beides Stoffe, die sich mit Sauerstoff unter kräftiger Energiefreisetzung verbinden, also “oxidiert” werden. Den Sauerstoff liefert meist das Oxidationsmittel Kaliumchlorat. Etwas Leim und Paraffin halten die Pulver zusammen und unterstützen den Brand des Holzes.

Doch von alleine entzünden sie sich nicht, dazu braucht es die Reibefläche. Darin stecken, ebenfalls mit Leim verklebt, roter Phosphor und raues Glaspulver. Zieht man das Streichholz darüber, entsteht eine Menge Reibungswärme. Außerdem bleiben Spuren des roten Phosphors am Zündkopf haften und damit am Kaliumchlorat. Beide zusammen reagieren schon unter leichtem Druck hochexplosiv. Die winzigen Spuren, die hier aufeinandertreffen, reichen aber nur für ein gebremstes Aufflammen. Drei chemische Komponenten – Phosphor, Kaliumchlorat und Schwefel – sind also zunächst getrennt und gehen erst beim bewussten Zusammenbringen in Flammen auf.

Das ist der magische Moment, den kein Feuerzeug so liefern kann. Außerdem kann man mit einem Feuerzeug keine Streichholzrätsel legen.

Weihnachten nichts anbrennen lassen!

Das sind die Tipps zum Brandschutz.

Sicherer Stand: Verwenden Sie nur kipp- und standsichere Christbaumständer.

Standort: Stellen Sie Christbäume immer so auf, dass Sie im Falle eines Brandes ungehindert den Raum verlassen können. Stellen Sie Christbäume daher nicht unmittelbar neben Türen auf.

Schutzabstände: Halten Sie die Umgebung des Christbaumes von leicht entzündlichen Gegenständen frei. Mindestens 50 Zentimeter Abstand von brennbaren Vorhängen, Decken und Möbeln ist ratsam.

Christbaumschmuck: Verwenden Sie keine brennbaren Stoffe wie Papier, Watte, Zelluloid und Zellwolle.

Aufsicht: Lassen Sie Christbäume mit brennenden Kerzen nie unbeaufsichtigt.

Kinder: Lassen Sie Kinder nie unbeaufsichtigt, wenn Christbaumkerzen brennen. Versperren Sie Zündhölzer und Feuerzeuge, damit Kleinkinder die Kerzen nicht unbeaufsichtigt anzünden können. In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen ratsam. Diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen.

Kerzen: Befestigen Sie Ihre Kerzen sicher. Kerzen zündet man von oben nach unten an und löscht sie von unten nach oben aus.

Löschmittel: Halten Sie in der Nähe eines Christbaumes stets einen Eimer Wasser oder andere brauchbare Löschmittel bereit.

Elektrische Beleuchtung: Achten Sie darauf, dass Sicherungen, Anschluss und Leitungen den Vorschriften entsprechen und keine augenscheinlichen Mängel aufweisen.

Falls es doch brennt: Bewahren Sie Ruhe. Versuchen Sie, das Feuer zu löschen, am besten mit einem Eimer Wasser. Falls der Brand nicht mehr selbst gelöscht werden kann, das Zimmer sofort verlassen und die Türen zum Brandraum schließen. Anschließend die Feuerwehr alarmieren und bei Ankunft vor Ort einweisen.

Die Feuerwehr ist in Notfällen unter der Rufnummer 112 zu erreichen.

Welthölzer

Das Zündwarenmonopol in Deutschland geht zurück auf das 1930 durch den Reichstag erlassene Zündwarenmonopolgesetz.

Aufgrund dieses Gesetzes durften Zündhölzer im Deutschen Reich und in der Folge auch in der Bundesrepublik Deutschland nur von der Deutschen Zündwaren-Monopolgesellschaft vertrieben werden. Die Markennamen waren Welthölzer und Haushaltsware.

Den deutschen Herstellern wurden bei der Einrichtung des Monopols Produktionskontingente zugeteilt; Exporte oder die Neugründung von Firmen waren nicht erlaubt. Das Monopolgesetz entstand auf Betreiben des schwedischen Industriellen Ivar Kreuger, der an Deutschland, wie auch an 16 andere Länder, im Austausch dafür hohe Kredite zu günstigen Bedingungen vergab.

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Zündholz-Abzocke ist Betrug

So wie im Fall von Vertreter J., der jetzt sogar wegen Betrugs verurteilt wurde. Er hatte eine 43-jährige Frau aus dem Raum Wasserburg, die einen Näh- und Bügelservice betreibt, zur Unterschrift eines Vertrags gedrängt, der sie zur Abnahme von 20.000 Streichholzschachteln verpflichtete. Dabei ging es aber nach Auffassung des Landgerichts Traunstein nicht mit rechten Dingen zu. Deshalb bestätigte das Landgericht jetzt im Berufungsverfahren das Ersturteil des Amtsgerichts Mühldorf: 1800 Euro Geldstrafe für J. wegen Betrugs. Der 55-Jährige, ohne Anwalt erschienen, akzeptierte das Urteil zähneknirschend.

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Tipps zum richtigen Feuermachen

Nichts ist in der kälteren Jahreszeit so gemütlich wie ein Abend vor dem Kaminofen. Denn der Anblick des warmen, knisternden Feuers spricht all unsere Sinne an. Außerdem erlebt das heimische Feuermachen in Zeiten steigender Heizkosten eine starke Renaissance. Umso wichtiger ist es, bei Kaminöfen auch auf die Effizienz zu achten.

Doch haben das Anfeuern selbst und das verwendete Holz ebenfalls einen großen Einfluss. Je schneller das Holz richtig brennt, desto weniger Schadstoffe werden im Abgas mitgeführt. Und auch die Glasscheibe verrußt nicht so leicht, so dass man ungehinderten Blick auf das romantische Flammen-spiel hat.

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Brandstiftende Kunst

Ein Schlachtfeld breitet sich aus. Auf dem Boden der Emerson Gallery verteilt liegen überdimensionale abgebrannte Streichhölzer. An die Wände gelehnt wachen unterschiedlich lange dieser Streichholzmännchen über die gefallenen Kameraden. Auch ihre geschwärzten Köpfe und Rümpfe scheinen verbrannt, teilweise deformiert. Manche Gesichtspartien sind kaum mehr zu erkennen. Andere Gesichter wirken fast intakt und erinnern an Totenmasken.

Der zurzeit in China lebende deutsche Künstler Wolfgang Stiller verwendete als Vorlage seiner Streichholzköpfe chinesische Modelle. Ihre individuellen Unterschiede übertrug er auf die Hölzer. Die Länge und teilweise Deformierung und Schrumpfung der Köpfe bis zur Unkenntlichkeit wecken Assoziationen an kultische Objekte von Naturvölkern. In einer Ecke des Raumes befindet sich gleich einem Totem-Pfahl ein einzelnes freistehendes Streichholz mittlerer Größe fest auf dem Boden, der schwarze Kopf zeigt sanfte und weiche Gesichtszüge.

Preise von 3200 bis 4300 Euro, eine kleine Streichholzschachtel mit drei Hölzern 10 000, die große mit neun Hölzern 25 000 Euro. Die Emerson-Edition umfasst 20 Hölzer (60 cm lang) zu je 300 Euro. Diese Streichhölzer haben übrigens passenderweise Babyköpfe.

Ausgebrannt: Zündholzhersteller stellt Produktion in Tschechien ein

Starke Krone und hohe Materialkosten führen zu Produktionsverlagerung ins Ausland

In Tschechien wird nach 169 Jahren die Herstellung von Zündhölzern eingestellt. Der letzte Erzeuger, die Firma Solo im westböhmischen Susice, will die Produktion per Jahresende nach Asien verlagern. Der Standort in Tschechien wird künftig nur noch als Importeur tätig sein, berichteten die tschechischen Zeitungen am Mittwoch.

Als Grund für die Einstellung der Produktion in Tschechien gibt das Unternehmen zu hohe Produktionskosten an sowie die Aufwertung der tschechischen Krone gegenüber dem Euro und dem US-Dollar. Dadurch seien die Zündhölzer aus Susice auf den internationalen Märkten schwer zu verkaufen, besonders angesichts der Konkurrenz aus Indien, China und Pakistan. Außerdem gehe der Verbrauch von Streichhölzern in Europa zurück, so der Direktor von Solo, Veroslav Puchinger.

In den letzten drei Jahren wurde die Produktion bereits zurückgefahren und die Anzahl der Mitarbeiter halbiert. Von den derzeit 83 Beschäftigten werden 55 ihre Arbeit verlieren. 2007 exportierte Solo 400 Millionen Schachteln Zündhölzer – um ein Fünftel weniger als im Vorjahr.

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Kreativität zeigen: Männchen aus Kastanien und Streichhölzern basteln? Das ist keineswegs nur was für Kinder, sondern kann in einer Gruppe von Freunden richtig lustig werden. Alles, was ihr braucht, sind Kastanien, ein Korkenzieher (um Löcher für die Streichhölzer zu stechen) und Streichhölzer. Wenn ihr fertig seid, könnt ihr den Männchen mit Filzstiften noch freche Gesichter aufmalen.

Schwirrhölzer und Schweinekeule

Auf die Spuren jungsteinzeitlicher Jäger und Bauern begaben sich 16 Kinder und Jugendliche beim „Steinzeittag“ im Wittislinger Ferienprogramm. Jeder durfte mit anpacken und ausprobieren, als es darum ging, die Lebens- und Arbeitsbedingungen unserer Vorfahren vor circa 5000 Jahren wieder zu entdecken: Wie macht man Feuer ohne Streichhölzer? Lässt sich eine ganze Schweinekeule mit Feuersteinklingen häuten und zerlegen? Wie schmeckt „Steinzeiteintopf“ aus Getreide, Linsen und Wildkräutern? Wie weit lässt sich mit einer Speerschleuder werfen?

Außerdem wurden Lederbeutel gebastelt, Schwirrhölzer, ein steinzeitliches Instrument, angefertigt und kleine Tiegel und Schmuckstücke getöpfert und in einer Erdgrube gebrannt.

Eine Wanderung zum „Alten Berg“, an dem bei Ausgrabungen zahlreiche steinzeitliche Artefakte gefunden wurden, rundete das Programm ab. Den Höhepunkt am Abend stellte die von der hungrigen Schar sehnsüchtig erwartete Öffnung des Erdofens dar, in dem seit fünf Stunden die Stücke aus der Schweinskeule im eigenen Saft garten.

Nur gewürzt mit Wildkräutern und Knoblauch fand die Delikatesse, auch unter den Eltern, die gekommen waren, um ihre Sprösslinge abzuholen, reißenden Absatz.

Feuermachen ohne Feuerzeug und Streichhölzer

Die Kunst des Feuermachens ohne Feuerzeug und Streichhölzer, das Überwinden von Hindernissen, die Nahrungssuche in der freien Natur oder auch die Orientierung mittels des Kompasses – all diese (überlebenswichtigen) Fähigkeiten, die ein Outdoor-Abenteuerer beherrschen sollte, können Interessierte an nur einem Tag erlernen: während eines “Survivaltrainings”, zu dem die Volkshochschule Quickborn einlädt.

Am Sonnabend, 23. August, will der Sportwissenschaftler, Abenteuerreiseveranstalter und “Personal Trainer” Dr. Sven Arne Clausen den Teilnehmern die Kenntnisse zum Bestehen in der Wildnis vermitteln. In einem Waldgebiet in der Nähe von Pinneberg können sich die Seminar-Teilnehmer “einem einzigartigen Abenteuer” stellen.

Es gibt noch Restplätze; weitere Infos und Anmeldungen im Internet unter “www.vhs-quickborn.de”

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