Brandstiftende Kunst
Ein Schlachtfeld breitet sich aus. Auf dem Boden der Emerson Gallery verteilt liegen überdimensionale abgebrannte Streichhölzer. An die Wände gelehnt wachen unterschiedlich lange dieser Streichholzmännchen über die gefallenen Kameraden. Auch ihre geschwärzten Köpfe und Rümpfe scheinen verbrannt, teilweise deformiert. Manche Gesichtspartien sind kaum mehr zu erkennen. Andere Gesichter wirken fast intakt und erinnern an Totenmasken.
Der zurzeit in China lebende deutsche Künstler Wolfgang Stiller verwendete als Vorlage seiner Streichholzköpfe chinesische Modelle. Ihre individuellen Unterschiede übertrug er auf die Hölzer. Die Länge und teilweise Deformierung und Schrumpfung der Köpfe bis zur Unkenntlichkeit wecken Assoziationen an kultische Objekte von Naturvölkern. In einer Ecke des Raumes befindet sich gleich einem Totem-Pfahl ein einzelnes freistehendes Streichholz mittlerer Größe fest auf dem Boden, der schwarze Kopf zeigt sanfte und weiche Gesichtszüge.
Preise von 3200 bis 4300 Euro, eine kleine Streichholzschachtel mit drei Hölzern 10 000, die große mit neun Hölzern 25 000 Euro. Die Emerson-Edition umfasst 20 Hölzer (60 cm lang) zu je 300 Euro. Diese Streichhölzer haben übrigens passenderweise Babyköpfe.
Kunst aus Zündhölzern von HP Hettich
http://www.hettich-art.com
75 000 Zündhölzer hat HP Hettich schon zu Kunst verarbeitet, davon 35000 abgebrannte, die er auf Wiens Stassen aufgelesen hat.
Erste Vernissage dieser Kunstwerke am 14.4.2010
im Villon Weinkeller http://www.villon.at
http://www.villon.at/aktuelle-veranstaltungen.274.html