Zündhölzer – Streichhölzer

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Geschichte Zündhölzer

In der Steinzeit machten die Menschen durch Aneinanderreiben zweier Steine bzw. Äste Feuer, da die Herstellung von Zündhölzern aufgrund fehlender wissenschaftlicher Kenntnisse noch nicht bekannt war.
Ab 1785 kannte man sogenannte Vorläufer der Zündhölzer, bei denen zum Beispiel Phosphor in kleine Fläschchen gefüllt und dann ein Hölzchen eingesteckt wurde. Zog man dann dann das mit Phosphor benetzte Stäbchen aus der Flasche, entzündete es sich an Luft.
Im Jahre 1805 erfand der Franzose Jean – Louis Chancel Zündhölzer, die als Tunkzündhölzer in die Geschichte eingingen. Diese Streichhölzer waren mit einer Mischung aus Gummi arabicum, Kaliumchlorat, Schwefel und Zucker überzogen. Durch den Kontakt mit Schwefelsäure kam es zur Entzündung.
Der Ludwigsburger Handwerker Jacob Friedrich Kammerer profitierte 1832 von Chancels Grundlagen zur Herstellung von Zündhölzern. Er versetzte Holzspäne mit etwas gelbem Phosphor, Schwefel, Kaliumchlorat und Gummi arabicum, die sich an jeder beliebigen rauen Oberfläche durch Reiben entzünden ließen. Seine Methode zur Herstellung war sicher und ungefährlicher als alle vorherigen.

Außer diesen nun schon erfundenen Zündhölzern kamen etwas später auch noch phosphorhaltige auf den Markt. Der Name Phosphor kommt von dem griechischen Namen phosphóros, was soviel bedeutet wie Licht tragend. Diese wurden aus weißem Phosphor hergestellt und waren deshalb extrem gefährlich und gesundheitsschädlich (Phosphornekrose). Aufgrund seiner extremen Giftigkeit durfte weißer Phosphor laut Reichsgesetz ab Mai 1884 nur noch unter sehr strengen Auflagen angewandt werden. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts gelang es Böttger den weißen Phosphor gegen eine etwas ungefährlichere Form, den roten Phosphor, auszutauschen.
Er fertigte eine Reibfläche mit roten Phosphor und strich ein Zündholz, dessen Kopf Kaliumchlorat enthielt, darüber. Da hier roter Phosphor und Kaliumchlorat voneinander getrennt waren, konnte man sie mit Recht Sicherheitszündhölzer nennen. Zur gleichen Zeit erfand auch der schwedische Chemiker Gustav Erik Pasch Sicherheitszündhölzer, die als Schwedenhölzer bald sehr bekannt wurden und für gute Qualität standen.
Schon 1874 wurde in Dänemark die Verwendung jeglichen Phosphors ganz verboten. In Deutschland wurde das Verbot dagegen erst 1907 – vier Jahre nach Beschluss – durchgesetzt. Der Zündkopf heutiger Sicherheitszündhölzer besteht aus etwa 60% Kaliumchlorat, 7% Schwefel, 4% Kaliumchromat und 25% Glasmehl. Die restlichen 4% sind Bindemittel und Farbstoffe.
Wie wir gesehen haben, hat das Steichholz eine sehr vielfältige und interessante Vergangenheit. Allerdings ist sie auch sehr verwirrend, da es über den Ursprung dieser Erfindung einige Versionen gibt.

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