Zündhölzer – Streichhölzer

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Lokomotiven aus zigtausend Streichhölzern

Mehr als 70 000 Streichhölzer mussten in Klaus-Dieter Degenhardts Arbeitszimmer dran glauben. Der Rentner aus Wendeburg köpfte sie und zauberte aus dem Rest wahre Kunstwerke. Aus all den kleinen Holzstückchen entstanden detailgetreue Lokomotiven.

Ein Streichholz ist eigentlich unsichtbar. Ein Gegenstand, den niemand so richtig wahrnimmt. Einmal angezündet, ist er nutzlos – und Feuerzeuge haben ihn vollends überflüssig gemacht.

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AUS ALTEN ZEITUNGEN

Vor 100 Jahren war in der Eisenacher Zeitung zu lesen: Zündhölzer mit zwei Kuppen, das wird die neueste kuriose Erscheinung im Handel sein als Folge der neuen Zündholzsteuer. Durch die Steuer erhöht sich der Preis für ein Päckchen von zehn Schachteln auf ca. 30 Pfennig.

Welthölzer

Das Zündwarenmonopol in Deutschland geht zurück auf das 1930 durch den Reichstag erlassene Zündwarenmonopolgesetz.

Aufgrund dieses Gesetzes durften Zündhölzer im Deutschen Reich und in der Folge auch in der Bundesrepublik Deutschland nur von der Deutschen Zündwaren-Monopolgesellschaft vertrieben werden. Die Markennamen waren Welthölzer und Haushaltsware.

Den deutschen Herstellern wurden bei der Einrichtung des Monopols Produktionskontingente zugeteilt; Exporte oder die Neugründung von Firmen waren nicht erlaubt. Das Monopolgesetz entstand auf Betreiben des schwedischen Industriellen Ivar Kreuger, der an Deutschland, wie auch an 16 andere Länder, im Austausch dafür hohe Kredite zu günstigen Bedingungen vergab.

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Zündholz-Abzocke ist Betrug

So wie im Fall von Vertreter J., der jetzt sogar wegen Betrugs verurteilt wurde. Er hatte eine 43-jährige Frau aus dem Raum Wasserburg, die einen Näh- und Bügelservice betreibt, zur Unterschrift eines Vertrags gedrängt, der sie zur Abnahme von 20.000 Streichholzschachteln verpflichtete. Dabei ging es aber nach Auffassung des Landgerichts Traunstein nicht mit rechten Dingen zu. Deshalb bestätigte das Landgericht jetzt im Berufungsverfahren das Ersturteil des Amtsgerichts Mühldorf: 1800 Euro Geldstrafe für J. wegen Betrugs. Der 55-Jährige, ohne Anwalt erschienen, akzeptierte das Urteil zähneknirschend.

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Tipps zum richtigen Feuermachen

Nichts ist in der kälteren Jahreszeit so gemütlich wie ein Abend vor dem Kaminofen. Denn der Anblick des warmen, knisternden Feuers spricht all unsere Sinne an. Außerdem erlebt das heimische Feuermachen in Zeiten steigender Heizkosten eine starke Renaissance. Umso wichtiger ist es, bei Kaminöfen auch auf die Effizienz zu achten.

Doch haben das Anfeuern selbst und das verwendete Holz ebenfalls einen großen Einfluss. Je schneller das Holz richtig brennt, desto weniger Schadstoffe werden im Abgas mitgeführt. Und auch die Glasscheibe verrußt nicht so leicht, so dass man ungehinderten Blick auf das romantische Flammen-spiel hat.

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Brandstiftende Kunst

Ein Schlachtfeld breitet sich aus. Auf dem Boden der Emerson Gallery verteilt liegen überdimensionale abgebrannte Streichhölzer. An die Wände gelehnt wachen unterschiedlich lange dieser Streichholzmännchen über die gefallenen Kameraden. Auch ihre geschwärzten Köpfe und Rümpfe scheinen verbrannt, teilweise deformiert. Manche Gesichtspartien sind kaum mehr zu erkennen. Andere Gesichter wirken fast intakt und erinnern an Totenmasken.

Der zurzeit in China lebende deutsche Künstler Wolfgang Stiller verwendete als Vorlage seiner Streichholzköpfe chinesische Modelle. Ihre individuellen Unterschiede übertrug er auf die Hölzer. Die Länge und teilweise Deformierung und Schrumpfung der Köpfe bis zur Unkenntlichkeit wecken Assoziationen an kultische Objekte von Naturvölkern. In einer Ecke des Raumes befindet sich gleich einem Totem-Pfahl ein einzelnes freistehendes Streichholz mittlerer Größe fest auf dem Boden, der schwarze Kopf zeigt sanfte und weiche Gesichtszüge.

Preise von 3200 bis 4300 Euro, eine kleine Streichholzschachtel mit drei Hölzern 10 000, die große mit neun Hölzern 25 000 Euro. Die Emerson-Edition umfasst 20 Hölzer (60 cm lang) zu je 300 Euro. Diese Streichhölzer haben übrigens passenderweise Babyköpfe.

Entwicklungsgeschichte der Zündhölzer

Anfang des 19. Jahrhunderts gab es die ersten Hölzer, die mit weißem Phosphor und Kaliumchlorat versehen waren. Das erste Patent erhielt 1932 John Walker aus Stockton-on-tees für seine “Friction Lights” (Reibungslichter).

Sie stellten die erste Weiterentwicklung der bis dahin verwendeten Tunkhölzer dar. Man zog die Hölzer durch Sandpapier, wodurch sich der Zündkopf aus Kaliumchlorat, Antimonpentasulfid (später -trisulfid) und Gummi arabicum entzündete.

Einer der Produzenten dieser Hölzer war Samuel Jones, er führte die Bezeichnung “Lucifers”, wie sie noch heute auf vorwiegend holländischen Etiketten zu finden ist, ein. Diese sogenannten chemischen Feuerzeuge wurden dann durch Phosphorzündhölzer ersetzt. Weißer Phosphor (1669 Henning Brand), Schwefel und Kaliumchlorat (1777 Brian Higgins) bildeten die chemische Basis des Zündsatzes.

Schnell haben sich die Phosphorhölzer als geeignete Werkzeuge zur Feuerbereitung durchgesetzt und haben sich für Fabrikanten wie Friedrich Moldenhauer (Darmstadt) als sehr gewinnbringend erwiesen. Bis heute ist allerdings der Erfinder dieser Phosphorhölzer nicht eindeutig geklärt.

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Das Anzünden einer Zigarre

Vor dem Anzünden muß die Cigarre angeschnitten sein.

Für das Anzünden einer Cigarre gibt es verschiedene Hilfsmittel. Hier eignen sich vor allem Streichhölzer (es gibt extra- Lange Spezialstreichhölzer aus Zedernholz).

Gasfeuerzeug. Wachsstreichhölzer, Benzinfeuerzeuge oder gar Kerzen sollten gemieden werden, da sie den Geschmack der Cigarre beeinträchtigen.

Das Brandende der Cigarre darf nicht direkt in die Flamme gehalten werden, sondern sollte langsam dicht über der Flamme gedreht werden, damit sich die Cigarre erwärmt und der Tabak trocknen kann. Kommt die Cigarre in die Flamme, wird sie angesengt und erhält einen scharfen Geschmack.

Während Du die Cigarre weiterhin über der Flamme drehst, nimmst Du ein paar leichte Züge und entzündest so nach und nach das Brandende. Es ist auch möglich, die Cigarre so lange über dem Feuer zu drehen, bis sie sich selbst entzündet hat und einen gleichmäßig glühenden Rand aufweist.

Ob Du zum Rauchen die Bauchbinde entfernst oder nicht, bleibt Dir überlassen (Du hast sie schließlich auch bezahlt). Beim Entfernen solltest Du allerdings warten, bis sich die Cigarre erwärmt und sich der Leim des Cigarrenrings aufgeweicht hat. Andernfalls riskierst Du ein Einreißen des Deckblattes.

Der König der Streichhölzer

Der Mann betritt den Waffenladen. Sein Gesicht ist ernst, kühl, so kennt ihn die Welt. Kaum ein Foto, auf dem Ivar Kreuger lächelt oder gar lacht. Er lässt sich Zeit, kauft er eine Pistole, eine 9-Millimeter Browning, halbautomatisch, dazu Munition. Dann verlässt er den Laden und seine Spur verliert sich im Gewirr der Pariser Straßen, an diesem späten Freitagnachmittag.

Am nächsten Morgen ist Ivar Kreuger tot. Ein Mitarbeiter findet den 52-Jährigen in seiner Wohnung in der Rue Victor Emmanuel Nr. 5. Er liegt auf dem Bett, erschossen, die 9-Millimeter Browning hält er in seiner linken Hand. Es ist Samstag, der 12. März 1932, und einer der mächtigsten Finanzmagnaten der Welt ist nicht mehr am Leben.

Sein Leben, das waren die Streichhölzer. Diese kleinen Stückchen Holz mit den roten Köpfchen. Sie haben ihn unglaublich reich gemacht – unvorstellbar in unserer heutigen Zeit, wo man leere Feuerzeuge wegwirft wie Zigarettenkippen. Doch in den zwanziger Jahren sind Zündhölzer wichtig, überlebenswichtig.

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Riesaer Zündhölzer

Der heutige Bericht soll sich um etwas drehen dessen offizielle Bezeichnung „Riesaer Zündhölzer“ lautet, von mir aber seit ich denken kann nur als Streichhölzer bezeichnet wird. Es geht um die kleinen Hölzchen, durch die mir schon so manches Licht aufgegangen ist.

╡Verpackung

Verpackt sind die Streichhölzer in Einheiten zu 10 Schachteln à 38 Streichhölzer. Diese Schachteln sind in ein recht festes Recyclingpapier eingeschlagen. Dieses ist mit einem gelben Etikett zugeklebt (Bild Nr. 2). Darauf findet sich Firmenname, Produktbezeichnung sowie ein grüner Punkt. Insgesamt ist das „Design“ minimalistisch gehalten, für Streichhölzer aber vollkommen ausreichend. Zum befreien der Schachteln muss man das Papier kaputt reißen – geht nicht schwer und macht auch nicht viel Müll.

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Zündis

Anzünder der Marke “Zündis” bestehen aus gepreßten und in Paraffin getränkten Hobelspänen. Die Anzünder besitzen einen Zündkopf, der an der Reibefläche der Verpackung – ähnlich wie ein normales Streichholz – entzündet wird. Ein Anzünder brennt ca. 5 min. Eine Schachtel enthält 20 Anzünder.

ZüNDIS, die idealen Anzünder !
Egal ob Brennholz, Grillkohle oder Briketts, ob Pellis, Holz- oder Rinden-Brikks.
Die Zuendis arbeiten schnell und zuverlässig.

Ein ZüNDIS anreißen und unter einige Scheiben Holz-Brikks legen.

ZüNDIS brennen mit hoher Flamme…

Dabei wird das zu entzündende Material sicher entflammt…

Bis das Feuer lodert und das ZüNDI rückstandsfrei verbrannt ist.

EINE PACKUNG ZüNDIS ENTHäLT 20 ZüNDIS MIT ZüNDKOPF.

Brennende Argumente:

Zündis brennen 5 Minuten lang mit hoher, heißer Flamme.
Optimal geeignet für Holz-Briketts, Holz-Pellets,Scheitholz, Grillkohle,…

Zündhölzer

Ein Zündholz ist ein Holzstäbchen zum Anfachen eines Feuers. Durch Reiben dessen Zündkopfes an einer Reibefläche entzündet sich dieser und bringt damit das Holzstäbchen zum Brennen.

Die ersten praktisch einsetzbaren Streichhölzer kamen Anfang des 19. Jahrhunderts auf den Markt. In der Anfangsphase enthielten sie toxische Stoffe wie weißen Phosphor oder Bleiverbindungen. Sicherheitszündhölzer gibt es seit ca. 1850.

Streichhölzer haben gegenüber Gasfeuerzeugen den Vorteil, dass sie auch bei strengem Frost funktionieren.

Zündhölzer Geschichte

Mit Schwefel getränkte Kiefernhölzchen gab es in China spätestens um 950, wahrscheinlich aber schon im 6. Jahrhundert. Diese Hölzchen entzündeten sich bei kleinster Berührung und waren im 13. Jahrhundert zumindest in Hangzhou üblich. Im Mittelalter waren ähnliche Schwefelhölzer in Europa zur gleichen Zeit weit verbreitet, die mit glimmendem Zunderschwamm, der durch Funkenschlag entzündet wurde, entflammten.

Die Voraussetzungen zur Entwicklung der Streichhölzer waren die Entdeckung des weißen Phosphors durch Aufarbeitung von Harn 1669 durch den Hamburger Alchimisten Hennig Brand und des Kaliumchlorats 1786 durch den Franzosen Claude-Louis Berthollet. Anfang des 19. Jahrhunderts erschienen die Tunkzündhölzer auf dem Markt, die die erste sichere chemische Zündung ermöglichten. Im Zündkopf dieser Hölzchen befanden sich Kaliumchlorat und Zucker, die mit einem Tröpfchen Schwefelsäure entflammten. Da sie in der Praxis einfach in die ätzende Säure getaucht wurden, waren Verspritzungen möglich. Die Tunkzündhölzer wurden daher allmählich von den eigentlichen Streichhölzern abgelöst.

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