Zündhölzer – Streichhölzer

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Zündholz

Ein zur Entfachung und Übertragung von Feuer dienendes Stäbchen aus Holz, Streifen aus Pappe oder anderem Material; mit einem durch Reiben entflammbaren Zündkopf versehen. Man unterscheidet Sicherheitszündhölzer (zum Reiben wird eine besondere Reibfläche benötigt) und Überallzündhölzer. Der Zündkopf von Sicherheitszündhölzern enthält bis 60 % Kaliumchlorat (Oxidationsmittel), bis 7 % Schwefel (Brennstoff), bis 4 % Kaliumchromat (Katalysator), bis 25 % Glasmehl u. a. (Füllstoff und Schlackenbildner) sowie Bindemittel und Farbstoffe. Durch Imprägnieren der Holzstäbchen mit Phosphaten wird das Nachglimmen verhindert. Eine Paraffinschicht erleichtert die Entflammung. Überallzünder benötigen keine spezielle Anstrichfläche. Ihre Köpfe enthalten zusätzlich Tetraphosphortrisulfid.

Schon kurz nach der Entdeckung des Phosphors durch den Alchimisten Henning Brand in 1669, stellte man erstmals Zündhölzer in Handarbeit her. Die industrielle Herstellung jedoch begann erst um 1870 in England. Diese Zündhölzer enthielten unter anderen Chemikalien das sehr reaktive und giftige Element Phosphor in den Zündköpfen. Eine leichte Reibung an irgendeinem Gegenstand erzeugte genügend Energie (Reibungswärme) um den Phosphor zu entzünden, man spricht von Alleszündern. Eine spezielle Reibfläche wie bei den heute üblichen Sicherheitszündhölzer war daher nicht notwendig.

Diese ersten Zündhölzer waren also sehr einfach und praktisch zu benutzen, hatten aber mindestens zwei sehr große Nachteile:

- Da nur eine geringe Energiezufuhr zur Zündung notwendig war, bestand die Gefahr der Selbstzündung

- Die zur Herstellung der Zündhölzer benutzten Chemikalien waren sehr giftig: in den Fabriken zur Herstellung der Zündhölzer grassierte zum Beispiel die furchtbare Berufskrankheit der Phosphornekrose des Unterkiefers (Absterben des Unterkiefers) welche durch das jahrelange Einatmen von Phosphordämpfen zurückzuführen ist.

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